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Steuernews für Ärzte

Weitere Artikel der Ausgabe Herbst 2006:

  • Die Patientenverfügung ab 1. Juni 2006

    Das Patientenverfügungsgesetz trat mit 1. Juni 2006 in Kraft. Eine Patientenverfügung ist eine Willenserklärung, mit der ein Patient eine medizinische Behandlung ablehnt und die dann wirksam werden soll, wenn er zum Zeitpunkt der Behandlung nicht einsichts-, urteils- oder äußerungsfähig ist. Artikel lesen

  • Rezeptgebühren bei Hausapotheken führenden Ärzten

    Bei Hausapotheken führenden Ärzten sind sämtliche vereinnahmte Rezeptgebühren als Betriebseinnahmen zu erfassen. Diese Ansicht gab das Finanzministerium in seinem Schreiben vom 23. Juni 2006 kund. Artikel lesen

  • Steuerbegünstigte Pensions-Investmentfonds

    Durch die Steuerreform 2000 wurden so genannte Pensions-Investmentfonds steuerbegünstigt. Dabei handelt es sich um inländische Investmentfonds, die besonderen Veranlagungsvorschriften, Ausgabe- und Rückgabebeschränkungen unterliegen und als thesaurierende Fonds ausgestaltet sein müssen. Artikel lesen

  • Immobilien-Investmentfonds oder Direktinvestition?

    Der Immobilien-Investmentfonds ist ein Spar- und Vorsorgeprodukt, in dem die Ersparnisse vieler Anleger in einer größeren Anzahl von Wertpapieren angelegt und von einer Kapitalgesellschaft verwaltet werden. Artikel lesen

Neues KMU-Förderungsgesetz für Ärzte interessant

Freibetrag für investierte Gewinne
Ein Gewinnanteil von maximal 10 % ist dann steuerbefreit, wenn
  • der Gewinn einer natürlichen Person zufließt,
  • der Gewinn mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E-A-R) ermittelt wird, und
  • dieser Betrag in begünstigtes Anlagevermögen investiert wird.

Deckelungen: Pro Person und Kalenderjahr kann maximal ein Freibetrag von € 100.000,00 geltend gemacht werden. Bei Mitunternehmerschaften (OHG, KG, OEG, KEG) wird der sich ergebende Freibetrag den Gesellschaftern anteilig entsprechend ihrer Gewinnbeteiligungsquote zugeordnet. Zusätzlich darf der Freibetrag die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der bisher vorhandenen begünstigten Wirtschaftsgüter nicht übersteigen.

Begünstigte Wirtschaftsgüter sind:

  • Abnutzbare körperliche Anlagegüter, die eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zumindest vier Jahren haben. Ausgenommen davon sind insbesondere Gebäude, PKW, geringwertige Wirtschaftsgüter, die im Jahr der Anschaffung voll abgesetzt werden, und gebrauchte Wirtschaftsgüter. Scheidet das Anlagegut innerhalb von vier Jahren (Behaltefrist) aus dem Betriebsvermögen aus, ist der darauf entfallende Freibetrag im Jahr des Ausscheidens bzw. Verbringens gewinnerhöhend anzusetzen (Nachversteuerung).
  • Wertpapiere, die für die Deckung des Sozialkapitals geeignet sind. Es gilt hier ebenfalls eine Behaltefrist von vier Jahren. Es kann jedoch im Jahr des Ausscheidens ein begünstigtes Wirtschaftsgut nachbeschafft werden. Dadurch kann eine Nachversteuerung vermieden werden.

Die planmäßige (normale) Abschreibung kann zusätzlich zum Freibetrag geltend gemacht werden. 

Dreijähriger Verlustvortrag
E-A-Rechner haben nun die Möglichkeit, Verluste der vorangegangenen drei Jahre vorzutragen und mit Gewinnen nachfolgender Jahre zu saldieren. Bisher war es E-A-Rechnern nur erlaubt, die Verluste der ersten drei Jahre ab Betriebseröffnung in die folgenden Jahre vorzutragen.

Stand: 15. August 2006

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