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Steuernews für Ärzte

Weitere Artikel der Ausgabe Herbst 2006:

  • Neues KMU-Förderungsgesetz für Ärzte interessant

    Der Nationalrat hat am 23.5.2006 das KMU (Klein- und Mittelunternehmen) -Förderungsgesetz 2006 beschlossen, das ab der Veranlagung 2007 in Kraft tritt. Nachfolgend werden jene Punkte des Gesetzes dargestellt, die für Ärzte interessant sind. Artikel lesen

  • Die Patientenverfügung ab 1. Juni 2006

    Das Patientenverfügungsgesetz trat mit 1. Juni 2006 in Kraft. Eine Patientenverfügung ist eine Willenserklärung, mit der ein Patient eine medizinische Behandlung ablehnt und die dann wirksam werden soll, wenn er zum Zeitpunkt der Behandlung nicht einsichts-, urteils- oder äußerungsfähig ist. Artikel lesen

  • Rezeptgebühren bei Hausapotheken führenden Ärzten

    Bei Hausapotheken führenden Ärzten sind sämtliche vereinnahmte Rezeptgebühren als Betriebseinnahmen zu erfassen. Diese Ansicht gab das Finanzministerium in seinem Schreiben vom 23. Juni 2006 kund. Artikel lesen

  • Steuerbegünstigte Pensions-Investmentfonds

    Durch die Steuerreform 2000 wurden so genannte Pensions-Investmentfonds steuerbegünstigt. Dabei handelt es sich um inländische Investmentfonds, die besonderen Veranlagungsvorschriften, Ausgabe- und Rückgabebeschränkungen unterliegen und als thesaurierende Fonds ausgestaltet sein müssen. Artikel lesen

Immobilien-Investmentfonds oder Direktinvestition?

Die Geschäftsgebarung der Immobilienfonds wird von einer verpflichtend zu bestellenden Depotbank kontrolliert. Die Fonds unterliegen der Bankenaufsicht und überdies gelten die Anlagevorschriften des betrieblichen Mitarbeitervorsorgegesetzes.
Die Wertermittlung der Fondsanteile erfolgt nach dem Rechenwertprinzip: Die im Fonds befindlichen Liegenschaften werden mindestens einmal jährlich von zwei unabhängigen Sachverständigen bewertet. Maßgebend ist hierbei der Mittelwert. Für jeden Fonds gelten Mindeststreuungserfordernisse. Dem Anlegerschutz dienen Depotbankeinbindung, Vollstreckungssperre und Konkurssicherheit für die Anteilsinhaber.
Steuerlich sind Immobilien-Investmentfonds mit anderen Wertpapieren gleichgestellt, der private Anleger erzielt Einkünfte aus Kapitalvermögen. Der Steuersatz beträgt 25 %, es gilt die Endbesteuerung mit Veranlagungsoption.

Der dadurch gegenüber Direktinvestitionen in Immobilien entstehende niedrigere Steuersatz ist durch eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage ausgeglichen worden. Bei der Ermittlung der Vermietungseinkünfte („Bewirtschaftungsgewinne“) ist anstelle der Geltendmachung der Abschreibung und von Zehntel-(Fünfzehntel-)absetzungen die Bildung einer Instandhaltungsrücklage in Höhe von 20 % der Nettomieterträge (Mieteinnahmen ohne USt vor Abzug weiterer Aufwendungen) vorgesehen.
Dazu kommt die ertragsmäßige Erfassung der durch die jährliche Neubewertung der im Fonds zusammengefassten Liegenschaften entstehenden Wertsteigerungen, dies allerdings nur zu 80 % („Aufwertungsgewinne“).

Bei entgeltlicher Übertragung von Anteilsscheinen ist – wie bei anderen beweglichen Sachen – eine Spekulationsfrist von einem Jahr vorgesehen.

Stand: 15. August 2006

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