Tipps vom Steuerberater

Sie sind hier:

Steuernews für Ärzte

Weitere Artikel der Ausgabe Herbst 2005:

  • Umsatzsteuerliche Beurteilung von ärztlichen Gutachten und Schönheitsoperationen nun fix geregelt

    Nach langem Ringen mit der Ärztekammer hat das Finanzministerium die um-satzsteuerliche Beurteilung ärztlicher Gutachten nun erlassmäßig neu geregelt. Die im Erlass angeführte Auflistung der Gutachten, die der 20 %igen Umsatzsteuer (USt) unterliegen, wurde erweitert. Weiters wurden auch die Unsicherheiten hinsichtlich der ästhetisch-plastischen Leistungen beseitigt. Artikel lesen

  • Die Steuerbegünstigung der Wohnbauanleihen fällt vorerst nicht!

    Das Finanzministerium hat die Pläne zur Abschaffung der Steuerbegüns- tigung von Wohnbauanleihen vorerst zurückgestellt. Artikel lesen

  • Was gehört zu den Betriebsausgaben?

    Grundsätzlich ist keine Angemessenheitsprüfung vorzunehmen. Betriebsausgaben sind Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind, und kürzen den Gewinn. Eine Überprüfung unter dem Aspekt der Notwendigkeit und Angemessenheit ist grundsätzlich nicht vorzunehmen, auch unzweckmäßige oder vermeidbare Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Betrieb sind grundsätzlich abzugsfähig. Artikel lesen

  • Antiquitäten im Steuerrecht

    Eine Betriebsausgabe, die ausschließlich oder überwiegend betrieblich veranlasst ist, wird grundsätzlich nicht auf ihre Angemessenheit, Wirtschaftlichkeit oder Zweckmäßigkeit überprüft. Ausgenommen von diesem Grundsatz sind unter anderem Antiquitäten. Artikel lesen

  • Was ist das Kinderbetreuungsgeld?

    Für Geburten ab 1. Jänner 2002 ersetzt das Kinderbetreuungsgeld (KBG) das bisherige Karenzgeld. Das KBG ist eine Familienleistung, die unabhängig von einer früheren Erwerbstätigkeit oder einer Pflichtversicherung gewährt wird. Artikel lesen

Was bei Arbeitsverhältnissen mit nahen Angehörigen zu beachten ist

Motiv für den Abschluss eines Dienstvertrages mit der Ehegattin (oder umgekehrt) ist die soziale Absicherung (Kranken-, Unfall-, Pensionsversicherung). Dabei genügt es nicht, nur die Ehegattin bei der Sozialversicherung anzumelden und die Beiträge abzuliefern.
Denn diese Beiträge sind weder abzugsfähig noch begründen sie soziale Ansprüche, was insbesondere für die angestrebte Pensionsversicherung fatale Folgen hat. Vereinbarungen zwischen nahen Angehörigen finden nur dann durch die Behörden Anerkennung, wenn sie:

  • nach außen ausreichend zum Ausdruck kommen (in aller Regel Schriftlichkeit),
  • einen eindeutigen, klaren und jeden Zweifel ausschließenden Inhalt haben
  • und auch zwischen Familienfremden unter denselben Bedingungen abgeschlossen worden wären.

Schriftlichkeit
Die Schriftlichkeit des Vertrages ist erforderlich. Nur in Ausnahmefällen ist bei genügend deutlicher Fixierung der wesentlichen Vertragsbestandteile sowie des Beweises des Abschlusses und der tatsächlichen Durchführung des Vertrages eine Anerkennung auch ohne Schriftform möglich.

Eindeutiger, klarer und jeden Zweifel ausschließender Inhalt

Diesbezüglich sollten schriftlich folgende Punkte geregelt werden:

  • Festlegung des Beginns des Dienstverhältnisses,
  • Einstufung nach Kollektivvertrag,
  • Entgelt (laufendes Entgelt, Sonderzahlungen, Prämien),
  • Inhalt der Arbeitsverwendung,
  • Verpflichtung zur Leistung von Überstundenarbeit,
  • Sachbezüge (Dienstfahrzeug, Dienstwohnung),
  • zusätzliche Entgeltbestandteile wie Betriebspensionen, Pensionskassenregelung, Vordienstzeitenanrechnung

Fremdvergleich
Die im Arbeitsvertrag geregelten Punkte müssen auch einem Fremdvergleich standhalten. Dabei muss man sich an der Qualität und Quantität der Arbeitsleistung orientieren, wobei allerdings die Überprüfung der Höhe einer Entlohnung zwangsläufig mit gewissen Unschärfen verbunden ist. Eine wesentlich höhere Entlohnung des nahen Angehörigen mit kürzerer Vordienstzeit gegenüber jener
eines fremden Ordinationsangestellten mit längerer Vordienstzeit wird jedoch keinesfalls anerkannt.
Ebenso rechtfertigt auch das Argument einer besonderen Vertrauenswürdigkeit nicht eine wesentlich höhere Entlohnung. Die (behauptete) laufende Erbringung von Überstundenleistungen in einem die arbeitsrechtlichen Höchstgrenzen übersteigenden Ausmaß ist ebenfalls nicht fremd üblich.

Stand: 15. August 2005

Funktionen

zum Seitenanfang