Tipps vom Steuerberater

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Steuernews für Ärzte

Weitere Artikel der Ausgabe Frühling 2006:

  • Fortbildung mittels Tonband-, Videoaufzeichnungen (DVD), CD-ROM

    Um Tonband- und sonstige Aufzeichnungen abspielen zu können, bedarf es dazu eines entsprechenden Wiedergabegeräts. Werden die Geräte ausschließlich zum Abspielen der Berufsfortbildung dienender Tonbänder verwendet, zählen sie zum Betriebsvermögen und sind steuerlich absetzbar. Wichtig: Das Wiedergabegerät sollte sich in der Ordination befinden. Artikel lesen

  • Die steuerliche Absetzbarkeit der Wartezimmerlektüre

    Tageszeitungen gehören grundsätzlich zu den nicht abzugsfähigen Lebenshaltungskosten, auch wenn die Zeitung im Wartezimmer aufliegt und diese allenfalls dazu dient, wartenden Patienten die Zeit zu verkürzen. Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Zeitschriften wird in Einzelfällen von der Finanzverwaltung anerkannt. Artikel lesen

  • Der Fruchtgenuss

    Das Fruchtgenussrecht ist "das Recht, eine fremde Sache, unter Schonung der Substanz, zu genießen". Der Fruchtnießer (=Fruchtgenussberechtigte) hat das Recht auf den vollen, sowohl gewöhnlichen als auch außergewöhnlichen, Ertrag. Diese Konstruktion findet sich vor allem bei Übergaben von Liegenschaften. Artikel lesen

  • Die Arbeitnehmerveranlagung

    Die Lohnbesteuerung wird für den einzelnen Lohnzahlungszeitraum zunächst so vorgenommen, als wären die jeweiligen Verhältnisse im ganzen Kalenderjahr gegeben. Durch die "Arbeitnehmerveranlagung" wird nachträglich eine Besteuerung entsprechend der für das gesamte Kalenderjahr festgestellten Steuerbemessungsgrundlage herbeigeführt. Artikel lesen

Praxen und Arbeitszimmer im Wohnungsverband

Grundsatz
Die steuerliche Absetzung von Kosten für im Wohnungsverband gelegene Arbeitszimmer wird sehr einschränkend gehandhabt. Im Wohnungsverband ist ein Arbeitszimmer dann gelegen, wenn es mit den privat genutzten Räumen über einen gemeinsamen Wohnungseingang verfügt. Bei einem Einfamilienhaus ist der gemeinsame Hauseingang kennzeichnend.
Die Aufwendungen hierfür, sowie dessen Errichtung sind nur dann als Betriebsausgabe abzugsfähig, wenn das Arbeitszimmer

  • den Mittelpunkt der jeweiligen betrieblichen und beruflichen Tätigkeit darstellt,
  • notwendig ist, und
  • das Zimmer (nahezu) ausschließlich beruflich genutzt wird.

Die Art der Einrichtung von Ordinations- und Therapieräumlichkeiten bei (Zahn-)Ärzten schließt eine Nutzung im Rahmen der privaten Lebensführung aus. Deshalb sind auch die Kosten einer Zweitordination von (Zahn-)Ärzten auch im Wohnungsverband immer abzugsfähig.

Vom Abzugsverbot sind jedoch jene Arbeitszimmer betroffen, die losgelöst von der Ordination im Wohnungsverband liegen. Die Raumkosten sind auch dann nicht abzugsfähig, wenn darin Tätigkeiten für die Praxis ausgeführt werden (zB Krankenkassenabrechnungen, Korrespondenz, Bestellungen, etc.).
Anders sieht die steuerliche Situation bei Ordinationsräumlichkeiten von Psychologen und Psychotherapeuten aus. Die Finanzverwaltung unterstellt, dass sich diese Ordinationsräumlichkeiten von den Räumen, die der privaten Lebensführung dienen, nicht wesentlich unterscheiden.

Das heißt, die "eigentlichen" Ordinationsräumlichkeiten dieser Berufsgruppen sind vom Abzugsverbot nicht umfasst. Sind hingegen häusliche Arbeitszimmer und/oder Zweitordinationen im Wohnungsverband gelegen, so sind die dafür anfallenden Kosten steuerlich nicht abzugsfähig.

Stand: 15. Februar 2006

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